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Kreishaus Lüchow: Das metallene Gedöns unter der Glaskuppel

Blick nach oben: Unmittelbar unterhalb der Glaskuppel des Kreishauses hängt ein metallenes Gedöns mit quadratischem Grundriss (hier im Zentrum des Bildes) – nur Dekoration oder ist das Ding auch zu irgendwas gut?

Neulich, Freitagabend, bei einer Veranstaltung im Kreishaus: Ein Besucher befragt erst die Kollegin und dann mich intensiv-ausdauernd-hartnäckig nach dem metallenen „Gedöns“, das oberhalb des Treppenhauses unter der Glaskuppel hängt.

Ob diese Vorrichtung nur dazu da sei, „hübsch“ auszusehen, will er wissen. Oder ob sie einen praktischen Zweck erfülle – und wenn ja, wie das Ganze funktioniere. Die Kollegin weiß es nicht. Ich weiß es auch nicht. Aber der gute Mann lässt nicht locker. Ob man das Gedöns herunterfahren könne, ob es sich drehen ließe, ob man an den Seiten irgendetwas ausfahren könne, will er wissen. Wir wissen es nicht – werden aber langsam selber neugierig.

Das Gedöns scheint frei im Raum zu baumeln, ohne Zugang vom Treppenhaus – wie gelangt man nur hinauf?

Heute habe ich mich bei einem Kollegen vom Gebäudemanagement mal schlau gemacht. Tatsächlich: Diese Vorrichtung ist – wie vermutet – nicht nur Dekoration, sondern sie dient einem praktischem Zweck. Sie dient dazu, für Reinigungs- und für Wartungsarbeiten in den oberen Teil der Kuppel zu gelangen. Dafür wird das Gedöns jedoch nicht herunterlassen oder gedreht oder zur Seite geschwenkt, wie der Besucher vermutetete. Es wird auch nicht raumschiffgleich eine „Gangway“ ausgeklappt, wie wir uns lebhaft auszumalten. Je länger wir spekulierten hatten, desto abenteuerlicher waren die technischen Lösungen geworden, die wir für das Gedöns ersannen…

Das Gedöns in fast greifbarer Nähe: Aus dieser Perspektive vergißt man fast, dass es gefühlt in 25 Metern Höhe frei über dem Boden baumelt…

Es ist alles viel einfacher: Das Gedöns bleibt, wo es ist. Es wird stattdessen – ganz profan – eine eigene kleine Treppe (eher eine Art Leiter mit Geländer…) angebaut. Die Füße der Treppe stehen im Treppenhaus, der „Kopf“ der Treppe wird in das Gedöns eingehakt. Soll eine sehr schaukelige Angelegenheit sein! Wird die kleine Treppe nicht benötigt, lagert sie in einem kleinen Nebenraum.

Also alles einigermaßen unspektakulär. Bin ein bißchen enttäuscht. Die Raumschiff-Variante mit der Gangway gefiel mir besser…

Mehr Fotos aus dem Kreishaus und drumrum gibt es hier.

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